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Multitasking-Mythos -Warum dein Gehirn dabei auf der Strecke bleibt

Multitasking

Du sitzt im Büro, tippst an einer Mail, das Telefon klingelt, dein Kollege fragt etwas, und nebenbei wolltest du eigentlich auch noch den Projektplan aktualisieren. Kommt dir bekannt vor? Willkommen im Alltag vieler Berufstätiger – multitaskingfähig, oder?

Spoiler: Unser Gehirn kann das gar nicht. Zumindest nicht so, wie wir uns das gerne einreden.

Was bedeutet eigentlich Multitasking?

Multitasking – das klingt nach Effizienz, Tempo und Flexibilität. In der IT meint der Begriff die Fähigkeit eines Computers, mehrere Programme gleichzeitig auszuführen. Das klappt, weil der Prozessor seine Rechenzeit blitzschnell aufteilt und so den Eindruck erweckt, alles gleichzeitig zu machen.

Beim Menschen sieht das ganz anders aus. Zwar versuchen wir oft, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen – etwa beim Telefonieren E-Mails schreiben oder beim Autofahren ein Hörbuch hören – doch unser Gehirn funktioniert nicht wie ein Prozessor. Es springt zwischen Aufgaben hin und her, statt sie parallel zu bearbeiten. Und genau da liegt das Problem.

Warum Multitasking im Job nicht funktioniert

Viele Aufgaben im Alltag erfordern bewusste Aufmerksamkeit: denken, entscheiden, formulieren. Wenn du nun versuchst, zwei dieser Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen, teilst du deine Aufmerksamkeit auf – und verlierst an Qualität, Tempo und Energie.

Die Nachteile im Überblick:

1. Qualitätsverlust
Aufgaben, die gleichzeitig erledigt werden, leiden oft an Unaufmerksamkeit. Details gehen verloren, Fehler schleichen sich ein.

2. Verzögerungen
Statt Zeit zu sparen, brauchst du länger – denn dein Gehirn muss sich jedes Mal neu auf die Aufgabe einstellen.

3. Stress
Der Druck, alles gleichzeitig schaffen zu müssen, lässt den Stresspegel steigen. Und das raubt dir zusätzlich Konzentration.

4. Fehleranfälligkeit
Je mehr du springst, desto eher übersiehst du etwas. Das erhöht die Fehlerquote deutlich.

5. Erschöpfung
Multitasking ist anstrengend. Dein Gehirn verbraucht mehr Energie – du bist schneller müde.

Was funktioniert – und was nicht

Nicht alle Kombinationen sind schädlich. Automatisierte Abläufe wie Spazierengehen oder Autofahren (bei geübten Fahrern) lassen sich gut mit passiven Tätigkeiten wie Zuhören kombinieren. Doch sobald zwei bewusste Denkprozesse parallel laufen sollen, ist Schluss mit lustig.

Multitasking sieht von außen beeindruckend aus, kostet aber intern massiv Energie – und macht dich auf Dauer weniger leistungsfähig.

Fazit

Singeltasking schlägt Multitasking. Multitasking ist eine schöne Illusion, aber keine gute Strategie. Unser Gehirn liebt Fokus. Wenn du dich auf eine Sache konzentrierst, arbeitest du effizienter, machst weniger Fehler und bleibst entspannter. Oder wie es Thom Renzie auf den Punkt bringt:


Multitasking: die Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig falsch zu machen.“

Noch ein Tipp zum Schluss

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